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Passauer Saiten blicken nach "Bella Italia"

9. Internationales Gitarrenfestival vom 17. März bis 1. April in Passau − Erstmals mit großem Chor: Heinrich Schütz Ensemble Vornbach

Nachdem die Passauer Saiten in diesem Jahr aus dem Norden Themen und Musiker schöpften, ist 2017 der Blick nach Süden gerichtet: "Bella Italia" ist das Motto des Internationalen Gitarrenfestivals, das vom 17. März bis 1. November stattfindet. Aber: "Der Länderschwerpunkt bezieht sich nicht nur auf die Länder, denn wir leben in einer globalisierten Welt", sagt Yvonne Zehner. "Italienische Musiktraditionen klingen durch, aber es werden auch Beziehungen aufgezeigt", so Jürgen Schwenk-glenks. Die beiden Macher der Passauer Saiten haben elf Veranstaltungen zusammengestellt, darunter auch die beliebten und bewährten kurzen Mittagskonzerte. Absolut neu ist, dass ein großer Chor eingebunden wird: das Heinrich Schütz Ensemble Vornbach (18. März). Unter dem Titel "Oh Liebe, in Lüften vergangen..." werden Werke von Mario Castelnuovo-Tedescos "Romancero Gitano" op. 152 nach Texten von Federico García Lorca für Chor und Gitarre vorgestellt. Solistin ist Theresia Bothe, Sopran; an den Gitarren: Yvonne Zehner und Jürgen Schwenkglenks. Neben Werken des Florentiner Komponsiten erklingen Musiken von u. a. Einojuhani Rautavaara, Manuel Oltra. Ein weiterer Höhepunkt ist die ungewöhnliche musikalische Verbindung von Gitarre und Marimba. Das Duo Christiana Schorn-Mancinelli, Gitarre, und Ivan Mancinelli, Marimba, (beide im El Comarron Ensemble) musizieren "Danze" (Tänze) − von Tango, Walzer und vieles mehr (30. März). Passiones Latines heißt der Abend am 26. März mit Alberto Vingniano (Gitarre) und Cyril Garac (Violine). Zwei Spitzengitarristen aus Modena eröffnen das Festival am 17. März: die Bruskers (Eugenio Polaccchini und Matteo Minozzi). Sie bieten einen Mix aus Neuinterpretationen von Jazzstandards, Filmmusik und eigene Kompositionen. In den zwei Solistenkonzerten treten auf: Carlo Marchione, bekannt geworden durch seine Gitarre-Bearbeitungen der 12 Violine-Fantasien von Georg Philipp Telemann, am 24. März und der Sizilianer Angelo Marchese, einer der vielseitigsten Gitarristen Italiens am 31. März. Die Mittagskonzerte bestreiten der junge Michael Lehenauer am 21. März ("Die Idee ist, dass das Festival auch jungen Leuten eine Plattform bietet, die noch keinen ganzen Abend bestreiten können", sagt Schwenkglenks) sowie Matthias Elender und Jürgen Schwenkglenks am 28. März sowie Ismar Kolčaković am 30. März. Aria di Follia setzen den Schlusspunkt mit Saiteninstrumenten, Stimme und Schlaginstrument. Schwerpunkt werden Barockmusik und neapolitanische Lieder sein.

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Eine Gitarre kehrt heim: Jan Depreter spielt bei "Passauer Saiten"

"Ich habe kein spanisches Blut in mir, bin ein welsches Kind − erlebe aber eine große Faszination für die Gitarre und die Musikliteratur dafür." Lachend erklärt Jan Depreter seine Vorliebe für das Saiteninstrument und gleichzeitig die für den Norden. "Nothern Lights− Solistenkonzert" heißen die aktuelle CD und das Programm, das er bei dem 8. Internationalen Gitarrenfestival Passauer Saiten am 4. März in der Heiliggeistkirche in Passau präsentiert. Er wird auf einer Gitarre spielen, die in der Region entstanden ist: bei Matthias Dammann in Neuhaus am Inn (Landkreis Passau). "Für meine Gitarre ist es ein Heimkommen nach neun Jahren", freut er sich. Depreter hat viele Instrumente von berühmten Gitarrenbauern, spielt sie alle und sorgt für alle "wie für eine Geliebte". "Sie sind viel mehr als nur Gebrauchsobjekte."
Jan Depreter ist mit 15 Jahren von seiner Großfamilie weggegangen nach Loewen ins Jesuitenkolleg. Dort erhielt er eine breite Ausbildung in Vokalmusik und hat sein Gesangsdiplom als Bariton abgelegt. Ein Studium in Komposition und Gitarre schloss sich am Royal Conservatory in Antwerpen an. Dort war er von 2001 bis 2003 Professor für Gitarre und hält Meisterkurse. Und: "Ich als ,Nordlicht‘ habe in Andalusien ein Jahr lang Flamenco studiert − es war ein verrücktes Jahr."
Auch hat er Laute und Viola da Gamba studiert und ein Diplom für Cembali und Piano in der Tasche. Aber: "Gitarre ist meine erste Liebe und wird meine letzte sein", ist Jan Depreter überzeugt.

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